Die Schlafphasen – wichtig für die Gesundheit

Im Laufe des Schlafes treten verschiedene Phasen auf. Diese sind nicht immer in einer festen Reihenfolge gehalten, sodass sich Tiefschlafphasen mit Zeiten eines weniger tiefen Schlafes abwechseln. In einer Tiefschlafphase kann der Schlafende schwerer aufgeweckt werden und es besteht die Gefahr einer Schlaftrunkenheit (Desorientierung nach dem Aufwachen). Nach rund sechs bis acht Stunden wechseln sich die einzelnen Schlafphasen immer schneller ab und der Schlafende kann leichter aufwachen.

Schlafphasen
Die Schlafphasen. Die innere Uhr © Henrie – Fotolia

Stadium I – der leichte Schlaf

Direkt nach dem Einschlafen befindet sich der Schlafende in einem leichten Schlaf. Die Gehirnaktivität wechselt von den sogenannten Alphawellen zu den Thetawellen, welche sich durch ihre Frequenz unterscheiden. Die Spannung der Muskeln reduziert sich und die Wahrnehmung verändert sich.

Stadium II – das Schlafen beginnt

In dieser Schlafphase sind die Thetawellen ebenfalls vorhanden. Rund 50 Prozent des Schlafes verbringen wir in diesem Stadium. Messgeräte der Gehirnaktivitäten zeigen nun schlafstabilisierende Schlafspindeln, ein wellenartiges Muster an.

Stadium II – der Übergang hin zum Tiefschlaf

Die Wellen verlangsamen sich weiter, während die Amplituden (Spitzenwerte) ansteigen. Man spricht nun von den Deltawellen, welche bis zu 50 Prozent aller gemessenen Werte einnehmen. Die Muskelspannung baut sich weiter ab.

Stadium IV – der Tiefschlaf

Bei über 50 Prozent der gemessenen Gehirnwellen handelt es sich in dieser Schlafphase um Deltawellen. Der Schlafende befindet sich im Tiefschlaf. In diesem Stadium kann es zu verschiedenen Phänomenen, wie dem Schlafwandeln oder dem Sprechen im Schlaf kommen.

REM-Schlaf – Rapid Eye Movement

Das auffälligste Kennzeichen dieser Schlafphase sind die schnellen Bewegungen des Augapfels. Die restliche Muskulatur ist entspannt, Träume werden nach einem Aufwecken aus dieser Traumphase allerdings emotionaler beschrieben. Auch der Blutdruck und andere vegetative Systeme können angeregt werden. Im Durchschnitt dauert eine REM-Phase rund fünf bis zehn Minuten an. Während einer Schlafperiode können so insgesamt mehr als 100 Minuten an REM-Schlafdauer entstehen. Dabei unterscheiden sich Erwachsene von Neugeborenen, welche sich in der Nacht fast ausschließlich in der REM-Phase befinden. Wissenschaftler begründen diese Tatsache durch den Zusammenhang zwischen dem REM-Schlaf und der Entwicklung des zentralen Nervensystems. Da ein erholsamer Schlaf für den Menschen sehr wichtig ist, sollte die nächtliche Schlafdauer bei mindestens sechs bis acht Stunden liegen. Der Tiefschlaf und der REM-Schlaf sind unverzichtbare Bestandteile. Bei Schlafstörungen findet keine ausreichende Erholung statt. Daher ist es entscheidend, durch die Schaffung einer angenehmen Schlafumgebung für optimale Bedingungen zu sorgen.

Diagramm zu den Schlafphasen: http://www.schlafundatmung.ch/symptome_und_tests/Schlafphasen.php

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